Neue Ausgabe

Die neuste Ausgabe des Streifbands „Dunkle Zeilen – ein Schauderheft“ könnt Ihr hier auf unserem Blog herunterladen!

Viel Freude damit!

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PhotoDirector vs. Snapseed

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Nach langer Pause unserer Rubrik »Bildbearbeitung für unterwegs«, haben wir nun gleich zwei bekannte Apps getestet und verglichen. Beide Apps sind kostenfrei für, Android und iOS-Geräte über den jeweiligen Store erhältlich. Getestet wurden die Apps mit einem Samsung Galaxy S6 (SM-G920F).

 
CyberLink (vielen bekannt durch die Wiedergabe-Software »PowerDVD«) ist der Entwickler der App »PhotoDirector«, welche hier als erstes begutachtet werden soll. Die Marke CyberLink wurde 1996 gegründet. Ursprünglich als studentisches Projekt der National Taiwan University unter der Leitung von Prof. Jau Huang, welcher noch heute CEO von CyberLink ist.Weiterlesen »

ECPMF veranstaltet Wettbewerb für junge Schriftsteller

„Should we be free to hate?“ – ECPMF’s Wettbewerb für junge Autoren ‚1000 words for freedom‘

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Bild: European Centre for Press and Media Freedom Quelle: https://ecpmf.eu/news/awards/1000-words-ii-should-we-be-free-to-hate

Eingesandt werden können Essays, Artikel, Blog Posts, Gedichte oder Schauspiele zum Thema „Should we be free to hate?“ in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch oder Russisch. Der Umfang soll sich auf 1000 Wörter belaufen. Teilnehmen kann man bis zu einem Alter von 27 Jahren. Der Einsendeschluss ist am 31. Dezember 2017.

Mehr Informationen zu dem Wettbewerb findet Ihr hier.

Was kommt jetzt?

Es ist soweit. Die neue Ausgabe des Streifband ist erschienen. Schon während der Frankfurter Buchmesse konnten die druckfrischen Exemplare begutachtet werden und nun auch von jedem, der nicht vor Ort war.

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In diesem Herbst widmen wir uns den aktuellen Trends der Branche. Hinter dem Titel „Was kommt jetzt?“ verbergen sich die aktuellen Trends, Tendenzen und Neuheiten der Branche. Thorsten Simon von Books on Demand erzählt, warum die Zukunft des Buches digital ist. Außerdem berichten euch einige ehemalige Studenten, wie es nach dem Bachelor für sie weiterging. Isabel García (Sessel Books) schaut auf die Hörbücher der Zukunft . Im Interview mit Bloggerin Sara Merzo erfahren wir mehr über das Leben mit Büchern. Julian Sorge stellt euch die Software Booktype vor und erklärt wie diese Software die Zukunft verändern wird. Und zu guter Letzt, erzählt euch Sebastian Guggolz, was es heißt, in einer digitalisierten Welt, einen Print-Only-Verlag zu gründen.

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Ihr habt noch kein Abo? Dann meldet euch gleich an. Entweder über den obigen Button oder per Mail.

Ein Wenig Leben

Lesedauer: ca. 3 Minuten

In der nächsten Woche wird die neue Printausgabe des Streifband erscheinen. Um die Wartezeit bis dahin etwas zu versüßen, gibt es neues aus der Rubrik Pick-A-Book. Diesmal stellt euch Max den Roman »Ein wenig Leben« von Hanya Yanagihara vor. Max ist selbst ein begeisterter Schreiberling – sein aktuelles Buch: »Das Leben in Technicolor« – und an der HTWK Leipzig zur Zeit für den Facebook-Auftritt des Studiengangs Buch- und Medienproduktion zuständig.

 

Viel zu oft kann man auf dem Rücken von Büchern lesen: »Must read!« – »Die Sensation des Jahres!« oder weitere Iterationen desselben Satzes. Zumeist handelt es sich dabei lediglich um leere Worthülsen, die abgedruckt werden, um dem aktuellen Projekt einen Aufwind zu verleihen, bevor es sich auf dem toughen Buchmarkt bewähren muss. Wen finden wir also auf der Rückseite dieses Romans aus dem Jahr 2016? FAZ, die Süddeutsche, ZDF Aspekte, den Stern, die Zeit und noch weitere mehr. Eine beeindruckende Sammlung, die die deutsche Leserschaft sichtlich beeindruckte. Sie schrieben Sachen wie: Ein Kunststück, Meisterhaft, oder auch Erweitert den Raum dessen, was Liebe sein kann.

Warum schreibe ich davon, was andere über den Roman schrieben? Vielleicht weil dies einer der seltenen Fälle ist, in denen die Lobeshymnen aufgrund ihrer professionellen Distanz noch zu wenig des Guten sind.

»Ein wenig Leben« begleitet die Geschichte von vier Freunden aus Collegezeiten. Jeder der vier trägt sein eigenes Paket mit sich herum. Ängste und Sorgen, Hoffnungen für die Zukunft und natürlich auch die Geheimnisse der Vergangenheit, als sie sich alle noch nicht kannten und noch keine Freunde fürs Leben waren. Auf beinahe tausend Seiten wird das Porträt einer Freundschaft gezeichnet, wie ich es bisher noch nicht lesen durfte. Man taucht ein und so schnell nicht wieder daraus hervor. Raum und Zeit sind nur Nebensächlichkeiten, mit denen sich die Autorin nicht beschäftigt – für sie zählen nur ihre vier Charaktere, ihre Ecken und Kanten und was das Leben aus ihnen macht. Ein Beispiel? Im Laufe des Romans vergehen ungefähr 30 Jahre. So lange begleitet man die Figuren auf ihren verschiedenen Wegen. Startete die Geschichte im Jahr 1980? Im Jahr 2016? Darauf gibt es im ganzen Buch keinen einzigen Hinweis, denn es spielt keine Rolle. Was für Yanagihara zählte, sind nur die Charaktere, die ihr New York bewohnen.

Auch wenn es anfangs schwer fällt, sich in dem Wust aus Freunden und Freundesfreunden zurecht zu finden, kann man schon bald nicht mehr loslassen. Man versinkt regelrecht in ihrer Welt, lebt scheinbar kurz selbst in diesem verschneiten New York und behaust die unzumutbare Bruchbude, die Jude und Willem – Die ›geheimen‹ Hauptpersonen der Geschichte – zusammen bewohnen. Anfangs ertappt man sich häufig bei der Frage, warum die Charaktere so handeln, wie sie handeln, doch sobald man einen Blick in ihre Vergangenheit werfen durfte, erklärte sich alles wie von selbst. Es fühlt sich bald nicht mehr an wie ein Roman, sondern wie ein echtes Leben von vier Freunden, das jemand niedergeschrieben hat. Es ist schön – in seinem ursprünglichsten Wortsinn – es ist witzig und es ist traurig – so weit, dass es beim Lesen wehtun kann. Die Faszination die dieses Werk ausmacht, ist schwer in Worte zu fassen. Man muss es gelesen haben, um mitreden zu können. Und wenn man es tut, dann hört es sich an, als würde man von alten Freunden erzählen.

Über den Inhalt hinaus ist das Hardcover gut gelungen. Ein hochwertiger Schutzumschlag mit faszinierendem Cover (das in jedem Buchladen sofort auffällt), eine schlichte Rückenprägung und schönes Vorsatzpapier. Oben drauf kann man das Buch gratis auf seinem Handy weiterlesen, wenn man es einmal nicht mitnehmen möchte.

    

Es ist jetzt ein halbes Jahr her, dass ich Hanya Yanaghiaras »Ein wenig Leben« las und von Zeit zu Zeit denke ich immer noch an die Personen, die diesen Roman bevölkern. Wenn mich jetzt jemand fragt, ob ich ihm ein Buch empfehlen kann, dann muss ich nicht nachdenken.

Hanya Yanagihara, »Ein wenig Leben«, erschienen bei Hanser Berlin im Jahr 2016.

 

Was haltet ihr von dem Buch und dem vergangenen Hype darum?

Frisches Typo-Magazin

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der Schrägstrich feiert ein kleines Jubiläum! Trotz des holprigen Starts und vielen unerwarteten Hindernissen hat das Team es im vergangenen Jahr geschafft, die 5. Ausgabe von »Schrägstrich« zu erstellen. Das Besondere an dieser Ausgabe ist die große Galerie, in der gezeigt wird, wie eine Schriftart entsteht.

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So wie sich das Magazin über die letzten fünf Jahre weiterentwickelt hat, haben sich auch Typografie, Schrift und Gestaltung über tausende von Jahren hinweg stark verändert – zum Glück, denn ohne diesen Wandel würden wir noch heute mühsam Buchstabe für Buchstabe in Steintafeln meißeln. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf schuf das Team Schrägstrich 5.0 unter das Leitthema »Umbruch – Typografie zwischen Analog und Digital« und nahmen uns zum Ziel, alte und neue Typografie sowie analoge und digitale Arbeitsweisen gegenüberzustellen.

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Die Autoren widmeten sich der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft von Schrift und Typografie. Ulrich Johannes Schneider beschäftigte sich mit den runden Klammern in frühen Drucken, während Belles Lettres in einem Video erklärt, wie Schrift überhaupt entstanden ist. Martin Z. Schröder, Rudolf Paulus Gorbach und die TypeMates erzählen uns, wie sich ihr Berufsbild durch die Digitalisierung verändert hat und vergleichen dabei früher mit heute. Außerdem stellt uns Gerd Fleischmann das Magazin »Emigre« vor, das mit der Digitalisierung entstanden ist.

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Für die Zukunft müssen wir schon heute an spätere Generationen denken: Anja Grubitzsch zeigt uns Methoden, um Papiererzeugnisse vor dem Verfall zu schützen, während Heidrun Lutz nachhaltig arbeitet. Anja Stöffler hingegen zeigt uns, dass Schrift und Typografie nicht immer »stillstehen« müssen.

»Schrägstrich – das Typografiemagazin« ist eine Arbeit von Studierenden des Studiengangs Buch- und Medienproduktion im Modul Projektmanagement an der HTWK Leipzig. In diesem Modul war die Aufgabe, dass Projekt von der Initiierung über die Planung bis zur Durchführung zu Organisieren. Neben Recherchen und dem Projektmanagement mit all seinen Analysen und Vorgehensweisen, war auch die technische Umsetzung als iBook und die damit verbundene Gestaltung ein großer Teil der Projektarbeit.

Das Magazin ist unter diesem Link kostenlos für den Download verfügbar: https://itunes.apple.com/us/book/id1273879904

Das iBook funktioniert auf iPads mit iBooks ab Version 2 und iOS 5 (oder höher) sowie auf dem iPhone ab iOS 8.4 und dem Mac ab OS X 10.9.

Folgt uns doch, um immer auf dem Laufenden zu bleiben! Facebook: www.facebook.com/SchraegstrichMagazin

Twitter: https://twitter.com/typomagazin

Das unsichtbare Ökosystem

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Unser Zweiteiler Aus Baum mach Buch“ hat erläutert wie Papier aus dem Holz von Bäumen hergestellt wird. Aber was benötigt so ein Baum um für die Papierherstellung interessant zu sein? Natürlich! Boden. Der folgende Beitrag soll also zeigen wie sich ein fruchtbarer Boden zusammensetzt, damit gesunde Bäume für hochwertiges Papier wachsen können.

 

Das unsichtbare Ökosystem – von Knut Ehlers

Wie fruchtbar Böden sind, wird von vielen Faktoren bestimmt: vom Alter, vom Ausgangsgestein, vom Humusgehalt, von den Klimaverhältnissen und den Menschen.

Mindestens Jahrhunderte, eher Jahrtausende und Jahrmillionen vergehen, bis das entstanden ist, was wir Boden nennen. So viel Zeit wird gebraucht, damit Gestein an der Erdoberfläche verwittert und eine mehrere Meter mächtige Schicht bildet. Sie besteht etwa zur Hälfte aus mineralischen Partikeln wie Sand und Ton, zu jeweils grob 20 Prozent aus Luft und Wasser und zu etwa 5 bis 10 Prozent aus Pflanzenwurzeln, Lebewesen und Humus, der den Lebensraum und die Nahrungsquelle für weitere Organismen darstellt.

Der Humus verleiht dem Boden nahe der Oberfläche eine dunkle, braunschwarze Farbe. Dieser Oberboden wimmelt von Leben: Neben Regenwürmern, Asseln, Spinnen, Milben und Springschwänzen leben in einer Hand voll Boden mehr Mikroorganismen (etwa Bakterien, Pilze oder Amöben) als Menschen auf der Erde. Diese Lebewesen zersetzen abgestorbene Pflanzenteile, bauen sie in Humus um und verteilen diese fruchtbare Substanz im Boden. Humus speichert Nährstoffe und Wasser und sorgt dafür, dass der Boden eine stabile Struktur mit vielen Poren erhält. Zudem enthält er viel Kohlenstoff, der ursprünglich von Pflanzen im Form des Klimagases CO2 aus der Luft aufgenommen wurde. Der Boden ist einer der bedeutendsten Kohlenstoffspeicher überhaupt: Er bindet mit etwa 1.500 Milliarden Tonnen allein im Humus fast dreimal mehr Kohlenstoff als die gesamte lebende Biomasse, also alle Lebewesen inklusive Bäumen, Sträuchern und Gräsern.

Beim Boden ist es wie beim Käse: Das beinahe Wichtigste sind die Löcher. Die Poren des Bodens, also die Hohlräume zwischen den festen Bestandteilen wie Mineralien und Humuspartikeln, sorgen dafür, dass der Boden durchlüftet und so die Pflanzenwurzeln und Bodenlebewesen ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Wasser wird durch Adhäsions- und Kapillarkräfte gegen die Schwerkraft gehalten – ein Boden kann bis zu 200 Liter pro Kubikmeter speichern und Pflanzen auch dann noch mit Flüssigkeit versorgen, wenn es länger nicht mehr geregnet hat. Das Porenvolumen eines Bodens ist abhängig von der Größe der mineralischen Bodenpartikel, dem Humusgehalt und der Durchwurzelung sowie der Aktivität der Bodenlebewesen.

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Der Lebensraum Boden birgt noch viele Geheimnisse. Nur ein Bruchteil der vielen Arten, die in ihm leben, ist bisher erforscht. Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung u.a.. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

 

Der Lebensraum Boden birgt noch viele Geheimnisse. Nur ein Bruchteil der vielen Arten, die in ihm leben, ist bisher erforscht.

Insbesondere Regenwürmer haben hier eine wichtige Funktion, denn ihre Gänge sind wichtige Wasserleitbahnen, die bei starken Niederschlägen die Aufgabe haben, das Wasser von der Oberfläche in den Unterboden zu transportieren. Dieser enthält weniger Humus und Lebewesen als der Oberboden und ist heller, durch unterschiedliche Eisenverbindungen häufig gelblich-ockerfarben oder auch rötlich. Ein tiefgründiger, gut durchwurzelbarer Unterboden spielt für die Bodenfruchtbarkeit eine große Rolle. Die Pflanze kann sich über ihre Wurzeln auch dann noch mit Wasser versorgen, wenn der Oberboden bereits trocken ist.

Die geografische Lage ist häufig entscheidend dafür, über welchen Zeitraum die Böden entstanden sind. In Mit­teleuropa kamen zum Beispiel in den Eiszeiten immer wie­der Gletschermassen dazwischen. Sie machten ­Tabu­la rasa, indem sie neue Sedimente ablagerten und bereits ent­­standene Böden umwühlten. Die ty­pischen braunen Böden in Mitteleuropa sind daher mit etwa 10.000 Jahren im internationalen Vergleich recht jung und wenig verwittert. Häufig enthalten sie noch viele Minerale, aus denen sich Pflanzennährstoffe wie Kalium und Phosphor langsam herauslösen. Die typischen roten Böden der Tropen hatten dagegen Millionen Jahre Zeit für die Verwitterung, mit der die Mineralien aufgelöst, umgebildet und teilweise ausgewaschen wurden. Der freigesetzte Phosphor wurde dabei von ebenfalls frei gewordenen Eisen- und Alumini­umoxiden fest gebunden, sodass die Pflanzenwurzeln ihn nun kaum mehr aufnehmen können. Diese Böden sind daher nährstoffarm. Die Nährstoffe für die reiche Vegetation sind statt im Boden in den lebenden Pflanzen gespeichert, denn abgestorbene Pflanzenteile werden sehr schnell zersetzt und die freigewordenen Nährstoffe sofort wieder aufgenommen.

Welche Eigenschaften sie herausbilden, ist maßgeblich abhängig von dem Ausgangsgestein. Ist es quarzreich, ent­stehen leichte, eher grobkörnige und sandige Böden, die gut durchlüftet sind, aber nur wenig Wasser und Nährstoffe speichern können. Ist das Ausgangsgestein dagegen reich an Feldspat, entsteht aus den immer feiner werdenden Par­­tikeln ein schwerer, tonreicher Boden, der viel Nährstoffe und Wasser speichert, aber schlechter durchlüftet ist. Auch ist das Wasser hier so stark im Boden gebunden, dass die Pflanzenwurzeln es nur zum Teil nutzen können. Optimal für die Landwirtschaft sind daher weder die sandigen leich­ten noch die tonreichen schweren Böden, sondern solche, die lehmig und reich an Schluff sind. Schluffpartikel sind kleiner als Sand und größer als Ton. Sie verbinden die Vor­teile von beiden: gute Durchlüftung und gutes Wasser- und Nährstoffspeichervermögen.

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Forscher sortieren die Böden nach Eigenschaften, etwa dem Grad der Verwitterung oder der Bedeutung des Wassers. Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung u.a.. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

 

Forscher sortieren die Böden nach Eigenschaften, etwa dem Grad der Verwitterung oder der Bedeutung des Wassers.

Besonders fruchtbare Böden sind interessante Ackerflächen; eingeschränkt fruchtbare Böden eignen sich noch für die Wiesen- und Weidennutzung oder als Waldfläche. Auch weniger fruchtbare Böden können wertvoll sein, etwa als Lebensräume seltener Arten. Moorböden wiederum sind für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung zu feucht, speichern aber besonders viel Kohlenstoff.

Wenn der Boden falsch und zu intensiv genutzt wird, verliert er seine Funktionsfähigkeit und degradiert. Schät­zungsweise 20 bis 25 Prozent aller Böden weltweit sind be­reits davon betroffen, und jedes Jahr verschlechtern sich weitere 5 bis 10 Millionen Hektar. Das entspricht in der Grö­ßenordnung der Fläche Österreichs (8,4 Millionen Hektar). Dabei gibt es durchaus Böden, etwa im Auenbereich von Eu­phrat und Tigris oder im Hochland von Neuguinea, die seit 7.000 Jahren unter ganz unterschiedlichen Bedingungen ge­nutzt werden – und nach wie vor fruchtbar sind.

 

Dieser Artikcover_bodenatlasel ist bereits im „Bodenatlas“ erschienen, welcher bei der Heinrich-Böll-Stiftung kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden kann. (Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Unrivaled – Gewinnen ist alles

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der Mai hat nun schon ein paar Tage hinter sich, macht aber sicher dennoch alles neu. Wenn nicht, übernehmen wir das halt. Ab heute starten wir mit einer neuen und regelmäßig erscheinenden Rubrik in der Studierende der HTWK Leipzig ihr persönlich favorisiertes literarisches Werk vorstellen. Den Anfang macht die liebe Caro mit einem Roman von Alyson Noël. Caro ist in unserem Team für den Satz zuständig und erstellt immer fleißig die Protokolle der Redaktionsmeetings.

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Der Roman „Unrivaled- Gewinnen ist alles“, geschrieben von Alyson Noël wurde im Mai 2016 bei Harper Collins Germany veröffentlicht. Die englischsprachige Originalausgabe wurde Anfang 2016 bei Harper Collin Publishers in Nordamerika veröffentlicht. Der Roman wird in das Genre „Young Adult“ eingeordnet und ist an Leser zwischen 14 und 25 Jahren gerichtet.

 

Inhalt:
Der Clubbesitzer Ira Redman veranstaltet einen Wettstreit, um seine Unrivaled Clubs noch beliebter zu machen. Dazu werden verschiedene Jugendliche als Promoter für drei Clubs eingeteilt. Ziel des Wettstreits ist es möglichst viele Besucher, vor allem aber Stars und Berühmtheiten in die Clubs zu locken. Dem Gewinner erwartet ein großer Geldbetrag.
Die Nachricht über diesen Wettstreit erreicht drei sehr unterschiedliche Jugendliche, die verschiedene Ziele verfolgen.
Layla möchte Journalistin werden und erhofft sich ihr Studium durch den Gewinn zu finanzieren. Nebenbei betreibt sie einen Promi-Gossip-Blog. Durch die Arbeit im Club hofft sie ihren Blog beliebter zu machen und zusätzlich ihre Leser in ihren Club zu locken.
Aster ist ein Mädchen aus reichem Elternhaus. Sie träumt von einer Karriere als Schauspielerin und sieht diesen Wettstreit als Sprungbrett an. Allerdings darf ihre Familie nichts von all dem wissen, denn die hat ganz andere Pläne für Aster.
Tommy ist nach Hollywood gegangen, um seinen leiblichen Vater kennenzulernen. Sein Vater ist kein geringerer als Ira Redman selbst. Tommy versucht zu beweisen, dass er erfolgreich sein und den Wettstreit gewinnen kann.

Woche um Woche kämpfen die insgesamt 12 Teilnehmer des Wettstreits um Punkte. Je mehr Besucher man in seinen Club lockt, umso mehr Punkte erhält man. Der Teilnehmer mit den wenigsten Punkten fliegt am Ende der Woche aus dem Wettstreit.
Die Wege der drei Jugendlichen kreuzen sich, denn sie alle haben es geschafft und nehmen am Wettstreit teil.
Schnell wird klar, dass die Aufgabe nicht einfach ist und die Teilnehmer beginnen mit allen Mitteln zu kämpfen, um Berühmtheiten wie Madison Brooks und Ryan Hawthrone in ihre Clubs zu locken. Denn in der Glitzerwelt von L.A. ist nichts so wie es scheint.

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Kritik:
Das Buch ist ein absoluter Eyecatcher. Es wirkt sehr edel und glamourös. Das Cover verrät mit seiner Gestaltung in Schwarz und der halb vergoldeten Erdbeere sehr wenig über Inhalt oder Thema des Romans. Das weckt natürlich die Neugier und macht Lust zu lesen, denn auch der Klappentext verrät noch nicht viel über das Geschehen des Buches.

Der Roman ist überraschend leicht und locker geschrieben, sodass man kaum merkt wie die Seiten dahinfliegen. Die Charaktere sind vielschichtig und überraschen den Leser immer wieder aufs Neue. Der Leser wird zu Beginn der Geschichte direkt ins Geschehen geworfen. Es entstehen viele Fragen, gleich im ersten Kapitel. Dann werden die drei Hauptakteure vorgestellt. Die Fragen, die beim Lesen entstehen bleiben daraufhin eine ganze Zeit ungeklärt. Jedes Kapitel beschreibt die Geschichte aus Sicht von einem der Protagonisten. Zwischendurch tritt auch immer wieder Madison Brooks, eine Hollywoodberühmtheit in Erscheinung. Die Geschichte birgt viele überraschende Wendungen, die den Leser immer wieder auf neue Aspekte der Geschichte stoßen lassen. Schlussendlich laufen dann aber alle Fäden zusammen und der Roman endet genauso unvermittelt wie er begonnen hat. Dieser Cliffhanger am Ende der Geschichte wirft wiederum neue Fragen auf und man kann nicht anders als weiterlesen zu wollen. Allerdings ist der zweite Teil dieser Reihe noch nicht auf Deutsch verfügbar und ein Veröffentlichungsdatum wurde auch noch nicht bekannt gegeben. Man muss sich also in Geduld üben und kann nur hoffen, dass uns Harper Collins nicht mehr allzu lang auf die Folter spannt.

Alyson Noël ist eine ziemlich bekannte Autorin und mit Romanen wie „Evermore“ oder „Soul Seeker“ eher für mystische Fantasy-Romane bekannt. Ihr Schreibstil ist zwar wiedererkennbar, jedoch bewegt sie sich mit diesem Roman und der darin erzählten Gesichte auf einem ganz neuen Gebiet. Dadurch wird der Roman wesentlich schneller im Tempo der Geschichte und auch viel unvorhersehbarer.

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Was haltet ihr von der Geschichte und wie gefällt euch der erste Pick-A-Book-Beitrag? 

Report – Leipziger Buchmesse 2017

Lesedauer: ca. 6 Minuten

23.03.17

Strahlend lächelnde Gesichter, die Wärme des Sonnenscheins in den Hallen, eine leichte Brise Schweißgeruch vom Vordermann, stoisches mitschwimmen im Strom der Massen, und das Beste was man aus Nadelhölzern drechseln kann. Überall duftende Bücher und 285.000 Besucher, die 2.439 Aussteller ihre Aufmerksamkeit schenken wollten. Und das, trotz des exquisiten Wetters.

 

Schon die ersten Vorträge, Lesungen und Präsentationen waren in einer politischen Atmosphäre getaucht, welche sich über die ganze Messe (vom 23.03. bis 26.03.2017) zog. Umso erfreulicher ist es da, dass so viele Jugendliche, Kinder und Schulklassen die Messe besuchten. Allen voran wurde auch der Stand der HTWK mit großem Interesse begutachtet. Am eigenen Stand beginnt auch der Report zur #lbm17, mit der Prämierung des schönsten Buchprojektes durch den Carlsen-Verlag.Weiterlesen »

Aus Baum mach Buch – Teil 2

Im ersten Teil unserer Erklär-ReiheAus Baum mach Buch“ haben wir uns die zwei verschiedenen Wege der Papierproduktion, nämlich der Primärfaser- und der Sekundärfaserverarbeitung gewidmet. Noch mal zum kurzen Aufrütteln des Gedächtnisses:

Verwenden wir frisches Holz als unseren Ausgangsstoff, so muss dieses erst gelagert, dann von der Rinde befreit, schließlich gehackt und zum Schluss noch zerfasert werden.

Wird dagegen eine Sekundärfaser, sprich Altpapier verwendet, muss dieses erst im Pulper aufgelöst werden, bevor man es von sämtlichen Verunreinigungen durch Kunststoffe, kleine Steinchen, Büroklammern, etc. befreit. Ist das geschafft, wird beim De-Inken die schon mal aufgetragene Farbe aus den Fasern entfernt und im Folgeschritt wird der Papierbrei gemahlen, um die Faseroberfläche zu aktivieren und somit für eine bessere Haftung im neu entstehenden Faserverbund zu sorgen.

Mit beiden Verfahren bekommt man nun erst mal ein Gemisch, was grob gesagt zu 99% aus Wasser und zu gerade mal 1% aus Faserstoff besteht. Dass das unserem schönen Buchpapier noch kein bisschen ähnlich sieht, kann sich bestimmt jeder vorstellen.Weiterlesen »