Streifband stellt vor: Das Typografie-Magazin

Im vergangenen Oktober war es endlich soweit! Nach einem großartigen Trailer, der
das Erscheinen der neuen Ausgabe ankündigte, haben Studentinnen der Buch- und
Medienproduktion die vierte Ausgabe des Typografie-Magazins »Schrägstrich« veröffentlicht, was sich rundum mit dem Thema Typo 24/7 (Typografie im Alltag) befasst.
Wir haben für euch mit Sophia, stellv. Projektleiterin des Teams, ein Interview geführt
und können euch nun mit Hintergrundinfos zum Trailer-Dreh, möglicherweise
entstandenen Hürden im Gestaltungsprozess oder auch ihrer persönlichen Sicht
zum Thema Typografie versorgen.

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// Warum hast du dich speziell für das Typomagazin als Projekt entschieden?

Das Typografiemagazin gefiel mir schon immer sowohl optisch als auch inhaltlich
sehr. Es war mir wichtig, dass ich mich im Projekt nicht nur kreativ und innovativ
einbringen kann, sondern dass ich auch neue Kompetenzen erlerne. Und ich
glaube, dass ich genau das in der Projektarbeit erreicht habe.

// Wie bei allen anderen Projekten steht ja auch hinter dem Typomagazin nicht
nur eine Einzelperson, sondern ein mehrköpfiges kreatives Team.
Wie viele Leute wart ihr im Team, welche Teilaufgaben mussten generell und
welche speziell von dir erledigt werden?

Wir waren zu Beginn sechs Studenten und jeder war hauptverantwortlich für seinen
jeweiligen Tätigkeitsbereich. Zu den wichtigsten Aufgaben zählten Projektleitung,
Marketing, Redaktion, Multimedia sowie Satz und Gestaltung.
Dennoch haben wir uns auch in den anderen Bereichen gegenseitig unterstützt,
assistiert und beraten. Mittlerweile sind wir noch zu fünft, weil Antonia gerade im
Auslandsjahr ist.
Während ich stellvertretende Projektleitung war, lagen meine Hauptaufgaben im
Marketing. Ich habe regelmäßig unseren Social Media-Auftritt über Facebook
(www.facebook.com/SchraegstrichMagazin) gepflegt, Pressemitteilungen
geschrieben, Marketingstrategien abgeleitet und zusammen mit dem Satzteam den
Trailer umgesetzt.

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// Euer (richtig großartiger) Trailer zur 4. Ausgabe hat auf Facebook (verdient)
unglaublich gute Resonanzen bekommen. Wie lange habt ihr insgesamt an
diesem Video gearbeitet? Was war dabei besonders cool? Was gestaltete sich
schwieriger als am Anfang gedacht?

Der Trailer lag mir besonders am Herzen, weil ich mich zum einen gestalterisch
austoben konnte, aber auch weil die Zusammenarbeit im Team dort unglaublich
Spaß gemacht hat.
Wie das eben häufig so ist, haben wir den Arbeitsumfang anfangs unterschätzt. Von
der Planung und Konzeption bis hin zum Drehen, Schneiden und Veröffentlichen
war es ein langer und gleichzeitig kreativer Prozess, sodass wir nun mehr als
zufrieden und stolz auf unser Ergebnis sein können. Wir haben für den Trailer nicht
nur Leipzig unsicher gemacht, sondern auch Locations ausgesucht, mehrmals
Ideen komplett umgeworfen oder neue Szenen erfunden. Wir wissen nun, dass man
die Suche nach geeigneter lizenzfreier Musik nicht unterschätzen darf und dass
das Schneiden fast genauso viel Zeit beansprucht wie das Drehen selbst.
Uns war es wichtig, dass Leipzig eine zentrale Rolle im Video spielt und so
eventuell auch Interesse an unserer Herzensstadt beim Zuschauer geweckt wird.

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// Zu welchem Thema wäre die 4. Ausgabe gewesen, wenn nicht „Typo 24/7“?
Und warum habt ihr euch dann genau für dieses Thema entschieden?

Typografie begleitet uns; manchmal sehr offensichtlich und oft auch ganz
unscheinbar. Deswegen wollten wir uns in der vierten Ausgabe nicht nur mit
typografischen Alltagsgeschichten beschäftigen, sondern auch die
unterschiedlichsten Einsatzgebiete, in denen die Typografie ihre übliche
Anwendung findet, aufzeigen.
Wir hatten zunächst viele Themen und Ideen im Kopf, wir wollten aber die
Zielgruppe so uneingeschränkt wie möglich halten, sodass wir uns schließlich für
dieses eher weitere Thema entschieden haben.

// Gab es Momente, in denen ihr euch thematisch/gestalterisch festgefahren
habt und einfach auf keinen grünen Zweig gekommen seid?

In einem bunten Team mit sechs wissbegierigen, kreativen und motivierten
Studenten zu arbeiten, kann teilweise auch Hürden mit sich bringen. Dennoch sind
wir immer auf einen gemeinsamen Nenner gekommen und haben die
bestmöglichsten Kompromisse geschlossen.

// Was fasziniert dich persönlich an Typografie besonders?

Mich fasziniert die Möglichkeit, Wörter und Text durch Typografie auf
unterschiedlichste Art und Weise wirken zu lassen. Für mich ist Typografie kein
reines Handwerk, sondern gleichzeitig auch Kunst, Funktion und Inspiration.

// Gab es Erkenntnisse während der Recherche zur Alltagstypografie, die dich
erstaunt haben oder die du so nicht erwartet hättest?

Mich persönlich interessiert nicht nur, wie gedruckte Typografie im öffentlichen
Raum funktioniert, sondern ob man heutzutage auch digitale Endprodukte wie zum
Beispiel eBooks optimal typografisch aufwerten kann. In einer Zeit, die geprägt ist
durch Digitalisierung und Globalisierung, ist es wichtig, das Augenmerk nicht mehr
ausschließlich auf analoge Produkte zu legen, sondern sich auch den technischen
Anforderungen an Typografie und Schrift im Medienzeitalter zu widmen.

// Das Typomagazin ist ja im Moment ein digitales Apple-Only-Produkt. Hättest
du das Magazin auch gern als Printvariante herausgebracht oder wird an
dieser Idee vielleicht sogar schon gearbeitet?

Schrägstrich lebt als digitales Magazin von seinen interaktiven Features wie
Bildergalerien, GIFs als Zwischenseiten, eingebetteten Videos oder integrierten
Fußnoten und Erklärwörtern. All diese Features würden bei einer Printversion
verloren gehen, weswegen wir uns im Team gegen diese Variante entschieden
haben.
Uns ist bewusst, dass es durch die ausschließliche Verfügbarkeit für Apple-
Endgeräte eine enorme Einschränkung der potenzielle Zielgruppe und Nutzer gibt.
Allerdings ist es uns als Studenten aktuell nicht möglich, eine Androidversion zu
veröffentlichen, weil uns dazu leider einfach die Kapazitäten, Möglichkeiten und
Gelder fehlen. Wir geben dennoch nicht auf und werden uns weiterhin um eine
Variante für Androidnutzer bemühen!

// Welche(r) der erschienenen Artikel liegt/liegen dir besonders am Herzen?  ❤

Da gibt es keinen, den ich besonders hervorheben würde. Alle Artikel sind auf ihre
Art und Weise faszinierend und ich wünsche mir sehr, dadurch auch andere Leser
nicht nur aufzuklären, sondern auch inspirieren zu können.

// Wie lief euer Gestaltungsprozess ab? Wart ihr frei oder wurden eurer
Kreativität Grenzen gesetzt, da ihr euch an bestimmte Richtlinien halten
musstet?

Unserer Kreativität und Ideenfindung wurden kaum Grenzen gesetzt, allerdings gibt
es in der technischen Umsetzung und im Satz Probleme, die wir zu optimieren
versuchen. Das Programm, das wir für Schrägstrich nutzen, hat leider viele
typografische Grenzen und Einschränkungen und lässt eine optimale
mikrotypografische Korrektur nicht zu.

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Im Rahmen eines studentischen Projektes des Studiengangs Buch- und
Medienproduktion der HTWK Leipzig entsteht ein jährlich erscheinendes
Magazin in Form eines iBooks rund um das Thema Typografie.

Herunterladen könnt ihr die neue Ausgabe hier:
https://itunes.apple.com/us/book/schragstrich-3.0/id1045447155?ls=1&mt=11
Falls ihr noch mehr vom Schrägstrich wollt:
Twitter: https://twitter.com/typomagazin
Facebook: https://www.facebook.com/SchraegstrichMagazin/
Alle bisherigen Ausgaben findet ihr hier:
http://www.verlagsherstellung.de/de/projekte/studienprojekte/gestaltungtypografie/
schraegstrich-das-typografiemagazin/

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