Unrivaled – Gewinnen ist alles

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der Mai hat nun schon ein paar Tage hinter sich, macht aber sicher dennoch alles neu. Wenn nicht, übernehmen wir das halt. Ab heute starten wir mit einer neuen und regelmäßig erscheinenden Rubrik in der Studierende der HTWK Leipzig ihr persönlich favorisiertes literarisches Werk vorstellen. Den Anfang macht die liebe Caro mit einem Roman von Alyson Noël. Caro ist in unserem Team für den Satz zuständig und erstellt immer fleißig die Protokolle der Redaktionsmeetings.

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Der Roman „Unrivaled- Gewinnen ist alles“, geschrieben von Alyson Noël wurde im Mai 2016 bei Harper Collins Germany veröffentlicht. Die englischsprachige Originalausgabe wurde Anfang 2016 bei Harper Collin Publishers in Nordamerika veröffentlicht. Der Roman wird in das Genre „Young Adult“ eingeordnet und ist an Leser zwischen 14 und 25 Jahren gerichtet.

 

Inhalt:
Der Clubbesitzer Ira Redman veranstaltet einen Wettstreit, um seine Unrivaled Clubs noch beliebter zu machen. Dazu werden verschiedene Jugendliche als Promoter für drei Clubs eingeteilt. Ziel des Wettstreits ist es möglichst viele Besucher, vor allem aber Stars und Berühmtheiten in die Clubs zu locken. Dem Gewinner erwartet ein großer Geldbetrag.
Die Nachricht über diesen Wettstreit erreicht drei sehr unterschiedliche Jugendliche, die verschiedene Ziele verfolgen.
Layla möchte Journalistin werden und erhofft sich ihr Studium durch den Gewinn zu finanzieren. Nebenbei betreibt sie einen Promi-Gossip-Blog. Durch die Arbeit im Club hofft sie ihren Blog beliebter zu machen und zusätzlich ihre Leser in ihren Club zu locken.
Aster ist ein Mädchen aus reichem Elternhaus. Sie träumt von einer Karriere als Schauspielerin und sieht diesen Wettstreit als Sprungbrett an. Allerdings darf ihre Familie nichts von all dem wissen, denn die hat ganz andere Pläne für Aster.
Tommy ist nach Hollywood gegangen, um seinen leiblichen Vater kennenzulernen. Sein Vater ist kein geringerer als Ira Redman selbst. Tommy versucht zu beweisen, dass er erfolgreich sein und den Wettstreit gewinnen kann.

Woche um Woche kämpfen die insgesamt 12 Teilnehmer des Wettstreits um Punkte. Je mehr Besucher man in seinen Club lockt, umso mehr Punkte erhält man. Der Teilnehmer mit den wenigsten Punkten fliegt am Ende der Woche aus dem Wettstreit.
Die Wege der drei Jugendlichen kreuzen sich, denn sie alle haben es geschafft und nehmen am Wettstreit teil.
Schnell wird klar, dass die Aufgabe nicht einfach ist und die Teilnehmer beginnen mit allen Mitteln zu kämpfen, um Berühmtheiten wie Madison Brooks und Ryan Hawthrone in ihre Clubs zu locken. Denn in der Glitzerwelt von L.A. ist nichts so wie es scheint.

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Kritik:
Das Buch ist ein absoluter Eyecatcher. Es wirkt sehr edel und glamourös. Das Cover verrät mit seiner Gestaltung in Schwarz und der halb vergoldeten Erdbeere sehr wenig über Inhalt oder Thema des Romans. Das weckt natürlich die Neugier und macht Lust zu lesen, denn auch der Klappentext verrät noch nicht viel über das Geschehen des Buches.

Der Roman ist überraschend leicht und locker geschrieben, sodass man kaum merkt wie die Seiten dahinfliegen. Die Charaktere sind vielschichtig und überraschen den Leser immer wieder aufs Neue. Der Leser wird zu Beginn der Geschichte direkt ins Geschehen geworfen. Es entstehen viele Fragen, gleich im ersten Kapitel. Dann werden die drei Hauptakteure vorgestellt. Die Fragen, die beim Lesen entstehen bleiben daraufhin eine ganze Zeit ungeklärt. Jedes Kapitel beschreibt die Geschichte aus Sicht von einem der Protagonisten. Zwischendurch tritt auch immer wieder Madison Brooks, eine Hollywoodberühmtheit in Erscheinung. Die Geschichte birgt viele überraschende Wendungen, die den Leser immer wieder auf neue Aspekte der Geschichte stoßen lassen. Schlussendlich laufen dann aber alle Fäden zusammen und der Roman endet genauso unvermittelt wie er begonnen hat. Dieser Cliffhanger am Ende der Geschichte wirft wiederum neue Fragen auf und man kann nicht anders als weiterlesen zu wollen. Allerdings ist der zweite Teil dieser Reihe noch nicht auf Deutsch verfügbar und ein Veröffentlichungsdatum wurde auch noch nicht bekannt gegeben. Man muss sich also in Geduld üben und kann nur hoffen, dass uns Harper Collins nicht mehr allzu lang auf die Folter spannt.

Alyson Noël ist eine ziemlich bekannte Autorin und mit Romanen wie „Evermore“ oder „Soul Seeker“ eher für mystische Fantasy-Romane bekannt. Ihr Schreibstil ist zwar wiedererkennbar, jedoch bewegt sie sich mit diesem Roman und der darin erzählten Gesichte auf einem ganz neuen Gebiet. Dadurch wird der Roman wesentlich schneller im Tempo der Geschichte und auch viel unvorhersehbarer.

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Was haltet ihr von der Geschichte und wie gefällt euch der erste Pick-A-Book-Beitrag? 

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Report – Leipziger Buchmesse 2017

Lesedauer: ca. 6 Minuten

23.03.17

Strahlend lächelnde Gesichter, die Wärme des Sonnenscheins in den Hallen, eine leichte Brise Schweißgeruch vom Vordermann, stoisches mitschwimmen im Strom der Massen, und das Beste was man aus Nadelhölzern drechseln kann. Überall duftende Bücher und 285.000 Besucher, die 2.439 Aussteller ihre Aufmerksamkeit schenken wollten. Und das, trotz des exquisiten Wetters.

 

Schon die ersten Vorträge, Lesungen und Präsentationen waren in einer politischen Atmosphäre getaucht, welche sich über die ganze Messe (vom 23.03. bis 26.03.2017) zog. Umso erfreulicher ist es da, dass so viele Jugendliche, Kinder und Schulklassen die Messe besuchten. Allen voran wurde auch der Stand der HTWK mit großem Interesse begutachtet. Am eigenen Stand beginnt auch der Report zur #lbm17, mit der Prämierung des schönsten Buchprojektes durch den Carlsen-Verlag.Weiterlesen »

Aus Baum mach Buch – Teil 2

Im ersten Teil unserer Erklär-ReiheAus Baum mach Buch“ haben wir uns die zwei verschiedenen Wege der Papierproduktion, nämlich der Primärfaser- und der Sekundärfaserverarbeitung gewidmet. Noch mal zum kurzen Aufrütteln des Gedächtnisses:

Verwenden wir frisches Holz als unseren Ausgangsstoff, so muss dieses erst gelagert, dann von der Rinde befreit, schließlich gehackt und zum Schluss noch zerfasert werden.

Wird dagegen eine Sekundärfaser, sprich Altpapier verwendet, muss dieses erst im Pulper aufgelöst werden, bevor man es von sämtlichen Verunreinigungen durch Kunststoffe, kleine Steinchen, Büroklammern, etc. befreit. Ist das geschafft, wird beim De-Inken die schon mal aufgetragene Farbe aus den Fasern entfernt und im Folgeschritt wird der Papierbrei gemahlen, um die Faseroberfläche zu aktivieren und somit für eine bessere Haftung im neu entstehenden Faserverbund zu sorgen.

Mit beiden Verfahren bekommt man nun erst mal ein Gemisch, was grob gesagt zu 99% aus Wasser und zu gerade mal 1% aus Faserstoff besteht. Dass das unserem schönen Buchpapier noch kein bisschen ähnlich sieht, kann sich bestimmt jeder vorstellen.Weiterlesen »

Aus Baum mach Buch!

 

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Bestimmt hat jeder von uns eine ungefähre Vorstellung davon im Kopf, wie aus einem im Wald stehenden Baum ein dickes und schön weißes Blatt Papier wird, doch von Prozessen wie Halbstofferzeugung, De-Inken oder Kalandern haben viele dann doch noch nichts gehört.

Gut erklärt sind diese Fachtermini aber eigentlich ganz einfach und total leicht nachzuvollziehen.

Ganz am Anfang war da mal ein Baum. Er stand mit seinen vielen Baumfreunden im Wald, ganz still und stumm. Bis dann wieder mal in allen Verlagen kurz vor den zwei Buchmessen, die jährlich in Frankfurt und Leipzig stattfinden, die Panik ausbricht, weil man doch unbedingt noch pünktlich zur Messe zahlreiche Neuerscheinungen bringen möchte, die man dann dort entsprechend bewerben kann.

Dann geht es dem Baum und seinen Baumfreunden an den Kragen.

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Streifband stellt vor: Das Typografie-Magazin

Im vergangenen Oktober war es endlich soweit! Nach einem großartigen Trailer, der
das Erscheinen der neuen Ausgabe ankündigte, haben Studentinnen der Buch- und
Medienproduktion die vierte Ausgabe des Typografie-Magazins »Schrägstrich« veröffentlicht, was sich rundum mit dem Thema Typo 24/7 (Typografie im Alltag) befasst.
Wir haben für euch mit Sophia, stellv. Projektleiterin des Teams, ein Interview geführt
und können euch nun mit Hintergrundinfos zum Trailer-Dreh, möglicherweise
entstandenen Hürden im Gestaltungsprozess oder auch ihrer persönlichen Sicht
zum Thema Typografie versorgen.

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Streifband goes Green

Es ist unumstritten, dass wir Deutschen im weltweiten Vergleich einer der Spitzenreiter in puncto Papierverbrauch sind. Laut den Umweltschutzorganisationen WWF und Greenpeace lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch eines Deutschen im Jahr 2010 bei ungefähr 240 Kilogramm. Tendenz steigend.

Und all die Bücher, die wir lesen, all die Notizen, die wir uns in der Uni machen, all die Taschentücher, die wir während einer Erkältung verbrauchen… Diese und noch viele weitere Kleinigkeiten summieren sich über ein Jahr zu einem unglaublich hohen Papierverbrauch. Und das geht jeden von uns etwas an. Denn Papier wird aus Holz gemacht und Holz kommt schließlich von Bäumen, die zunächst mal gefällt werden müssen. Das ist wiederum blöd für die Umwelt. Zumindest in diesen Maßstäben.

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Deshalb ist es wichtig, sich auch in diesem Bereich mit einem nachhaltigen Verbrauch zu beschäftigen und wir haben es uns für die 29. Streifband-Ausgabe zum Ziel gesetzt, uns näher damit auseinanderzusetzen, wie man das Publizieren in ein grünes, ökologisch vertretbares Licht rücken könnte. Wir als angehende Buch- und Medienproduzenten haben da natürlich auch eine besondere Verantwortung, weil wir maßgeblich an der Wahl von Papiersorten, entsprechenden Lieferanten oder auch Druckereien und den damit verbundenen (mehr oder weniger) umweltschonenden Druckverfahren beteiligt sind.

Doch man muss natürlich wissen, an welchen Stellschrauben man innerhalb dieses Produktionsworkflows von der Idee im Kopf des Autors bis hin zum fertig gedruckten Buch überhaupt drehen kann, um die Abläufe umweltfreundlicher zu gestalten. Dazu hilft es ungemein, sich mit den vielen kleinen Einzelprozessen auseinanderzusetzen und diese zu verstehen.

Deshalb wollen wir euch auf diesem Blog bis zum Erscheinen unseres Öko-Streifbands im kommenden März immer mal wieder Einblicke in die verschiedenen Verfahren von der eigentlichen Papierherstellung bis zum Recycling geben.

Nächste Woche kommt dazu der erste Artikel: Aus Baum mach Buch!

Q&A mit Jennifer Jäger

In unserer im Oktober erschienenen 28. Ausgabe des Streifband-Magazins haben wir uns der Thematik Selfpublishing intensiv gewidmet. Passend dazu haben wir vergangenen Sommer mit Jennifer Jäger, die als Volontärin bei einer von Deutschlands bekanntesten Self-Publishing-Plattformen Neobooks arbeitet, über die Welt des Self-Publishings, ihre Arbeit bei Neobooks und ihre eigene schriftstellerische Tätigkeit gesprochen.

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Als Author Relations Managerin bei neobooks kümmerst du dich um die Autoren, die Neobooks nutzen, um ihre Werke zu veröffentlichen. Woraus würdest du sagen, besteht der Hauptteil deiner Arbeit?Weiterlesen »

Bildbearbeitung für Unterwegs: LINE CAMERA

Letzten Monat starteten wir unsere Artikelreihe „Bildbearbeitung für unterwegs“ mit VSCO Cam. (https://streifbandblogging.wordpress.com/2016/09/29/bildbearbeitung-fuer-unterwegs/).

Wir nehmen für euch verschiedene Bildbearbeitungs-Apps unter die Lupe und analysieren diese bezüglich ihrer Bedienung, den Bearbeitungsmöglichkeiten und möglichen Kosten.

Diesmal werfen wir einen Blick auf LINE CAMERA:

Die Line Camera ist eine Applikation des japanischen Unternehmens Line Corporation, ein Tochterunternehmer der koreanischer Naver Corporation. Das koreanische Mutterunternehmen lancierte den kostenlosen Instant-Messaging- Dienst Line in Japan, als das Telefonnetz durch das TŌhoku-Erdbeben 2011 nicht mehr gut funktionierte. Das Programm feierte in Japan große Erfolge und konnte sich inzwischen erfolgreich international etablieren.Weiterlesen »

Frankfurter Buchmesse 2016

Vom 19. – 23. Oktober war es so weit. Die Frankfurter Buchmesse hat wieder ihre Tore geöffnet!

Und wir hatten die Möglichkeit für zwei Tage Messeluft zu schnuppern und unseren Streifband unter interessierte Fachbesucher zu bringen.

Unser erster Stopp auf der Messe war der Stand „Studium rund ums Buch“, wo wir sehr erfreut waren zu sehen, dass der Streifband gut ausgelegt und auch von einigen in die Hand genommen wurde.

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Zu schnuppern gab es tatsächlich und wortwörtlich viel, denn neben vielen Büchern und Non-Book Artikel gab es auch einige Stände, an denen live gekocht wurde. Dabei wurden nicht nur die Kochbücher zu den gekochten Rezepten promotet, mit etwas Glück bekam man auch eine kleine Kostprobe davon ab.Weiterlesen »

Unterwegs mit dem Kamera-Fokus aufs Wesentliche

Ich breche zeitig auf, möchte von meinem Zweitages-Ausflug so viel Zeit wie möglich nutzen. So gerate ich in die Rushhour. In Tokyo. Und dann muss ich auch noch in Shinjuku Station umsteigen, dem Bahnhof, der Weltrekorde mit seinen täglichen Pendlern erreicht. Die Sollbruchstelle meines Planes wird mir schlagartig bewusst, als mein erster Zug einfährt. Higashi-Kitazawa Station, in dessen Nähe das kleine Zimmer meines einmonatigen Tokyo-Aufenthalts liegt, mag leer sein, aber die im Zehnminutentakt fahrende Bahn ist proppenvoll – ganz so, wie man es aus den reißerischen Reportagen über Tokioer Bahnen kennt.

Missmutig, fast schon schockiert schauen mich die anderen Fahrgäste an, als ich mich noch dazu quetsche. Aber was soll ich machen? Die nächste Bahn wird ja nicht anders aussehen. Mein hinderlicher Rucksack, den ich auf die Gepäckablage zu schieben versuche, rutscht einer jungen Frau fast ins Gesicht. Sie kann nicht ausweichen, und ich versuche mich so gut es nur geht bei ihr zu entschuldigen. Kein guter Start. Während ich nur reise, haben diese Leute einen anstrengenden Arbeitstag vor und vielleicht bereits eine einstündige Pendelfahrt hinter sich. Wie ich es hasse, unangenehm aufzufallen. Ganz besonders in Japan, an dessen Gepflogenheiten ich mich immer rücksichtsvoll anzupassen bemühe mit dem Wissen, das ich über die hiesige Kultur und Mentalität bereits habe sammeln können.Weiterlesen »